Server überwachen

Wer einen Server betreibt, sollte sich unbedingt regelmäßig die Log-Dateien anschauen. Nur so ist man darüber informiert, was auf dem Server passiert und kann gegebenfalls schnell reagieren. Natürlich macht es Sinn, dass zu automatisieren. Mit grep und mail lassen sich schnell und einfach brauchbare Scripte schreiben, die genau das überwachen, was man überwachen möchte.

Ein paar Beispiele:

Festplattenplatz überwachen
Es sollte niemals passieren, dass eine Partition voll läuft. Deshalb kann man die Auslastung der einzelnen Partitionen ganz einfach mit folgendem Script überwachen.
#!/bin/bash
/bin/df -h | /usr/bin/mail user@domain.de -s Disk-Quota

SSH-Logins überwachen
Wer war in den letzten Tagen über SSH auf dem Server? Gab es fehlgeschlagene Login-Versuche? Diese Fragen kann man mit der Ausgabe dieses Scripts klären.
#!/bin/bash
/bin/grep "sshd" /var/log/auth.log | /usr/bin/mail user@domain.de -s SSH-Logins

Liste aller versendeten Mails
Das folgende Script erstellt eine Liste mit allen versendeten Mails.
#!/bin/bash
/bin/grep "Message delivered." /var/log/mail.log | /usr/bin/mail user@domain.de -s Mail-Log


Hinweis: Bei all diesen Beispielen wird eine E-Mail mit dem Ergebnis versendet. Alle Beispiele sollten in einer Datei gespeichert werden und dann entweder über die Konsole oder per Cronjob ausgeführt werden.

Bild: boing – PHOTOCASE

FileZilla

Heute bin ich auf FileZilla gestoßen. Nachdem ich bisher immer gFTP verwendet hatte um Datenaustausch mit FTP-Servern zu betreiben. FileZilla kann ich aber nur empfehlen. Sehr praktisch ist, dass FileZilla sowohl SFTP (SSH File Transfer Protokol) als auch FTPS (FTP mit SSL-Verschlüsselung). Denn heutzutage sollte man reines FTP wirklich nur noch benutzen, wenn man sich anonym (ohne Passwort) auf einem Server einloggt.

FileZilla ist ein OpenSource-Projekt und ist somit frei verfügbar.
Für Windows kann FileZilla von filezilla.de heruntergeladen werden. Unter Ubuntu/Linux reicht es den Paketmanager kurz um das Programm zu bitten ( sudo apt-get install filezilla ).

Compiz besser konfigurieren

Seit Ubuntu 7.04 ist Compiz standartmäßig installiert. Man braucht es nur noch über “System” => “Einstellungen” => “Desktop-Effekte” einzuschalten. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind allerdings sehr beschränkt. Man kann wählen, ob ein Würfel zur Darstellung der Arbeitsflächen verwendet werden soll und ob die Fenster beim Verschieben wackeln sollen. Mehr gibt’s nicht zum Einstellen. Das ist recht dürftig, da viele Funktionen so gar nicht konfiguriert werden können. Abhilfe schafft der Compiz-Manager, der sich ganz leicht über sudo apt-get install gnome-compiz-manager nachinstalliert werden kann. Mit dem Compiz-Manager kann man dann einfach die Funktionen von Compiz konfigurieren. Z.B. ist es möglich Tastenkombinationen zu definieren.
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Einblicke in Ubuntu 7.04

Die nächste Version von Ubuntu mit dem Namen Feisty Fawn erscheint am 19. April 2007. Auf meinem Laptop verrichtet Ubuntu 7.04 schon seit einer Woche seinen Dienst. Von den neuen Funktionen bin ich wieder einmal total begeistert. Einfach klasse, wenn man mitansehen kann wie sich Ubuntu immer mehr zu einem Betriebssystem für “normale Leute” entwickelt.

Die folgenden Neuerungen sind mir gleich positiv aufgefallen:

Multimedia
Media-Player merken selbst, dass ihnen ein Codec fehlt und fragen beim Benutzer nach, ob er den passenden Codec installieren lässt. Das ist vorallem für Einsteiger eine große Hilfe. Aber auch “alten Hasen” erspart es lästige Arbeit.

Netzerwek
Der Netzwerk-Manager wurde erweitert. Man kann über ihn jetzt auch VPN-Verbindungen ganz einfach per Mausklick aktivieren und deaktvieren. Das ist wirklich sehr praktisch, wenn man öfter mit verschiedenen Netzen arbeitet. Neue VPN-Verbindungen kann man auch ganz bequem über einen Dialog anlegen (siehe Bild).

Shell
Wer über die Shell Programme aufruft, die gar nicht installiert sind erhält eine Meldung mit dem Hinweis auf Pakete, die das gewünschte Programm beinhalten.

Desktop-Effekte (3D-Desktop)
Eine der am häufigst erwähnten Änderungen in Ubuntu 7.04 ist sicherlich, dass man Desktop-Effekte (Transparenz von Fenstern, Desktops als Würfel, …) ganz einfach per Mausklick aktivieren kann (siehe Bild). Allerdings ist Compiz noch nicht sehr ausgereift und es gibt hin und wieder Probeleme.

Fazit
Wer Ubuntu noch nicht kennt sollte sich diese neue Version auf jeden Fall mal anschauen. Man kann sich Ubuntu 7.04 entweder konstenlos herunterladen und dann selbst eine CD brennen oder aber völlig kostenlos eine CD bestellen (https://shipit.ubuntu.com/).

Mehr Berichte über das neue Ubuntu gibt es hier:
heise.de
swissren.ch
avilon.eu
heyko.esenscity.de

Günstige Backuplösung

Nicht nur auf meinem Mail- und Webserver auch auf meinem PC gibt es einige Daten, die ich unter keinen Umständen verlieren möchte. Ich habe mich daher in letzter Zeit nach einer günstigen, sicheren und sinnvollen Backuplösung umgeschaut. Wichtig war mir, dass meine Backups verschlüsselt übertragen werden und wenn möglich auch verschlüsselt gelagert werden. Ich machte mich daher auf die Suche nach einem Webspace mit SSH-Zugang. Da in Deutschland Webspace recht teuer ist, habe ich mich auch nach Angeboten in anderen Ländern umgesehen und bin dabei auf hostmonster.com gestoßen. Dort bekommt man für 5,95 $ im Monat 200 GB Webspace mit 2.000 GB Traffic pro Monat. Ein SSH-Zugang ist ebenso enthalten wie eine kostenlose Domain. Unglaublich! Aber Angebote dieser Art findet man in den USA häufig.

Erfahrung mit Hostmonster
Nachdem ich das Angebot bestellt hatte, konnte ich schon nach 30 Minuten auf meinem Webspace und meine Domain zugreifen. Den SSH-Zugang musste man erst noch freischalten lassen, was nochmal ungefähr 2 Stunden dauerte. Positiv war ich vom Support via Chat überrascht. Dort wurden meine anfänglichen Fragen schnell und kompetent beantwortet. Seitdem nutze ich meinen Backupspace und hatte bisher keinerlei Aufälle.

Backup übertragen und verschlüsseln
Meine Backups übertrage ich gpg-verschlüsselt per SSH. Das ist meiner Meinung nach eine sinnvolle und sichere Lösung. Mein Script dazu sieht so aus:
#!/bin/bash
DATUM=$(date '+%Y-%m-%d')

tar cvf - /ordner/ | /usr/bin/gpg --symmetric --no-tty --passphrase-file "/ordner/gpg-passphrase" | ssh user@domain.net -p 22 "cat > /home/user/backup-$DATUM.tar.gpg"

Damit werden meine Daten gepackt, verschlüsselt und gleich per SSH auf den Webspace übertragen.

Bisher bin ich mit dieser Lösung 100%ig zufrieden und kann sie nur weiterempfehlen.