Apache2 überwachen
Es gibt eine praktische Möglichkeit herauszufinden, wieviele und welche Anfragen ein Apache2-Webserver aktuell bearbeitet. Diese Information kann wichtig sein um herauszufinden, ob der Webserver aktuell stark ausgelastet ist. Und wenn ja, von wem die Anfragen stammen.
Apache2 beinhaltet (genau wie Apache 1.X) eine Funktion mit der der aktuelle Serverstatus abgefragt werden kann. Dazu muss in der apache2.conf Datei folgendes eingefügt (bzw. auskommentiert) werden:
ExtendedStatus On
< location /server-status>
SetHandler server-status
Order deny,allow
Deny from all
Allow from 127.0.0.1
< /location>
Nach einem Restart des Webservers kann man nun mit folgendem Befehl den aktuellen Status abrufen:
apache2ctl fullstatus
Ein weiteres interessantes Tool ist apachetop. Allerdings war dies unter Ubuntu 6.06 bei mir aufgrund enormer Verzögerungszeiten nach einer Eingabe praktisch unbenutzbar.
Server überwachen
Wer einen Server betreibt, sollte sich unbedingt regelmäßig die Log-Dateien anschauen. Nur so ist man darüber informiert, was auf dem Server passiert und kann gegebenfalls schnell reagieren. Natürlich macht es Sinn, dass zu automatisieren. Mit grep und mail lassen sich schnell und einfach brauchbare Scripte schreiben, die genau das überwachen, was man überwachen möchte.
Ein paar Beispiele:
Festplattenplatz überwachen
Es sollte niemals passieren, dass eine Partition voll läuft. Deshalb kann man die Auslastung der einzelnen Partitionen ganz einfach mit folgendem Script überwachen.
#!/bin/bash
/bin/df -h | /usr/bin/mail user@domain.de -s Disk-Quota
SSH-Logins überwachen
Wer war in den letzten Tagen über SSH auf dem Server? Gab es fehlgeschlagene Login-Versuche? Diese Fragen kann man mit der Ausgabe dieses Scripts klären.
#!/bin/bash
/bin/grep "sshd" /var/log/auth.log | /usr/bin/mail user@domain.de -s SSH-Logins
Liste aller versendeten Mails
Das folgende Script erstellt eine Liste mit allen versendeten Mails.
#!/bin/bash
/bin/grep "Message delivered." /var/log/mail.log | /usr/bin/mail user@domain.de -s Mail-Log
Hinweis: Bei all diesen Beispielen wird eine E-Mail mit dem Ergebnis versendet. Alle Beispiele sollten in einer Datei gespeichert werden und dann entweder über die Konsole oder per Cronjob ausgeführt werden.
Bild: boing – PHOTOCASE
FileZilla
Heute bin ich auf FileZilla gestoßen. Nachdem ich bisher immer gFTP verwendet hatte um Datenaustausch mit FTP-Servern zu betreiben. FileZilla kann ich aber nur empfehlen. Sehr praktisch ist, dass FileZilla sowohl SFTP (SSH File Transfer Protokol) als auch FTPS (FTP mit SSL-Verschlüsselung). Denn heutzutage sollte man reines FTP wirklich nur noch benutzen, wenn man sich anonym (ohne Passwort) auf einem Server einloggt.
FileZilla ist ein OpenSource-Projekt und ist somit frei verfügbar.
Für Windows kann FileZilla von filezilla.de heruntergeladen werden. Unter Ubuntu/Linux reicht es den Paketmanager kurz um das Programm zu bitten ( sudo apt-get install filezilla ).
Compiz besser konfigurieren
Seit Ubuntu 7.04 ist Compiz standartmäßig installiert. Man braucht es nur noch über “System” => “Einstellungen” => “Desktop-Effekte” einzuschalten. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind allerdings sehr beschränkt. Man kann wählen, ob ein Würfel zur Darstellung der Arbeitsflächen verwendet werden soll und ob die Fenster beim Verschieben wackeln sollen. Mehr gibt’s nicht zum Einstellen. Das ist recht dürftig, da viele Funktionen so gar nicht konfiguriert werden können. Abhilfe schafft der Compiz-Manager, der sich ganz leicht über sudo apt-get install gnome-compiz-manager nachinstalliert werden kann. Mit dem Compiz-Manager kann man dann einfach die Funktionen von Compiz konfigurieren. Z.B. ist es möglich Tastenkombinationen zu definieren.
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Einblicke in Ubuntu 7.04
Die nächste Version von Ubuntu mit dem Namen Feisty Fawn erscheint am 19. April 2007. Auf meinem Laptop verrichtet Ubuntu 7.04 schon seit einer Woche seinen Dienst. Von den neuen Funktionen bin ich wieder einmal total begeistert. Einfach klasse, wenn man mitansehen kann wie sich Ubuntu immer mehr zu einem Betriebssystem für “normale Leute” entwickelt.
Die folgenden Neuerungen sind mir gleich positiv aufgefallen:
Multimedia
Media-Player merken selbst, dass ihnen ein Codec fehlt und fragen beim Benutzer nach, ob er den passenden Codec installieren lässt. Das ist vorallem für Einsteiger eine große Hilfe. Aber auch “alten Hasen” erspart es lästige Arbeit.
Netzerwek
Der Netzwerk-Manager wurde erweitert. Man kann über ihn jetzt auch VPN-Verbindungen ganz einfach per Mausklick aktivieren und deaktvieren. Das ist wirklich sehr praktisch, wenn man öfter mit verschiedenen Netzen arbeitet. Neue VPN-Verbindungen kann man auch ganz bequem über einen Dialog anlegen (siehe Bild).
Shell
Wer über die Shell Programme aufruft, die gar nicht installiert sind erhält eine Meldung mit dem Hinweis auf Pakete, die das gewünschte Programm beinhalten.
Desktop-Effekte (3D-Desktop)
Eine der am häufigst erwähnten Änderungen in Ubuntu 7.04 ist sicherlich, dass man Desktop-Effekte (Transparenz von Fenstern, Desktops als Würfel, …) ganz einfach per Mausklick aktivieren kann (siehe Bild). Allerdings ist Compiz noch nicht sehr ausgereift und es gibt hin und wieder Probeleme.
Fazit
Wer Ubuntu noch nicht kennt sollte sich diese neue Version auf jeden Fall mal anschauen. Man kann sich Ubuntu 7.04 entweder konstenlos herunterladen und dann selbst eine CD brennen oder aber völlig kostenlos eine CD bestellen (https://shipit.ubuntu.com/).
Mehr Berichte über das neue Ubuntu gibt es hier:
heise.de
swissren.ch
avilon.eu
heyko.esenscity.de