Suche nach vServer
Mit vServern kann man zur Zeit wohl mächtig Geld verdienen. Praktisch alle größeren und kleineren Webhoster haben entsprechende Angebote für zahlungswillige Kunden. Betrachtet werden im Folgenden nur Root-vServer.
Was ist ein vServer?
Ein vServer ist im Prinzip ein kleiner Server, der als Teil eines großen Servers betrieben wird. D.h. auf einem Server werden mehrere kleinere Server gehostet, die sich die Ressourcen wie RAM und CPU teilen. Interessant ist diese Technik, da man auf diese Weise die Ressourcen eines Rechners optimal auslasten kann. Das spart natürlich Geld. vServer sind ab ca. 5 Euro monatlich erhältich.
Warum sind vServer so billig?
Im Vergleich zu herkömmlichem Webspace sind vServer recht günstig. 10 GB Webspace sind auf einem vServer für ca. 10 Euro zu bekommen. Herkömmlicher Webspace ist deutlich teurer. Grund dafür ist, dass ein vServer meist nicht vom Vermieter gewartet wird. Für Sicherheitsupdates, Backups, … ist der Kunde selbst verantwortlich. Das spart natürlich Zeit und Geld.
Ist ein vServer das Richtige für mich?
Diese Frage sollte man sich auf jeden Fall stellen. Denn wie schon erwähnt ist man für einen vServer selbst verantwortlich. Folgende Punkte sollte man unbedingt gründlich bedenken, bevor man sich für einen vServer entscheidet.
- Um einen vServer richtig zu warten/konfigurieren sollte man nicht nur oberflächliche Kenntnisse von Linux und dessen Bedienung per Textkonsole haben.
- Als vServer Besitzer ist man für den eigenen Server verantwortlich. D.h. man kann bei evtl. Missbrauch zur Rechenschaft gezogen werden.
- Für die 24-stündige Verfügbarkeit ist man selbst verantwortlich. Was passiert, wenn der Server nachts oder während dem 14-tägigen Urlaub abstürtzt?
- Ein eigener vServer braucht viel Zeit. Man muss sich über Sicherheitsmeldungen informieren und entsprechend reagieren. Auch für andere Bereiche gilt wohl: Es gibt immer was zu tun!
- Allein mit grafischen Oberflächen wie Plesk oder Confixx lässt sich kein vServer verwalten.
Weitere Informationen sowie einen Tauglichkeitstest gibt es unter vorsicht-server.de
Was für Anbieter gibt es?
Angebote gibt es wie Sand am Meer. Ich liste im folgenden Angebote auf, die für 5-10 Euro monatlich zu haben sind. Diese Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind die Anbieter, die für meine Entscheidung in die engere Auswahl gekommen sind.
Anbieter: NetFabrik
Produktname: vServer small
Preis/Monat: 4,99 Euro
Webspace: 3 GB
Traffic: 200 GB Traffic/Monat
Betriebssystem: Debian, Fedora, RedHat, Suse
Sonstiges: 1 de-Domain enthalten
Anbieter: NetFabrik
Produktname: vServer medium
Preis/Monat: 8,99 Euro
Webspace: 6 GB
Traffic: 400 GB Traffic/Monat
Betriebssystem: Debian, Fedora, RedHat, Suse
Sonstiges: 1 de-Domain enthalten
Anbieter: Host Europe
Produktname: VPS Linux M 2.0
Preis/Monat: 9,99 Euro
Webspace: 10 GB
Traffic: 500 GB Traffic/Monat
Betriebssystem: Suse 9.3 mit Plesk
Sonstiges: kostenloser Telefonsupport
Anbieter: Server4You
Produktname: vServer BASIC
Preis/Monat: 9,99 Euro
Webspace: 5 GB
Traffic: 600 GB Traffic/Monat
Betriebssystem: SuSE Linux 9.3, Fedora Core 3, Debian 3.1, RedHat 9, Windows Server 2003
Sonstiges: 1 de-Domain enthalten
Anbieter: 1und1
Produktname: vServer L
Preis/Monat: 9,99 Euro
Webspace: 10 GB
Traffic: 300 GB Traffic/Monat
Betriebssystem: Suse 9.3 mit Plesk
Sonstiges: 1 de-Domain enthalten
Bei allen angeboten enthalten: eine eigene IP, kostenloser Support per E-Mail, root-Zugang per SSH
Meine Entscheidung
Ich habe mich für das Angebot von Hosteurope entschieden. Nicht gefallen hat mir, dass Suse 9.3 als einziges vorinstalliertes System angeboten wird. Allerdings ist es auch möglich andere Distributionen von Hand aufzuspielen. Gefallen hat mir, dass Hosteurope einen kostenlosen Telefonsupport bietet. Auch habe ich mit Domains und Webspace bei Hosteurope bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Meine Entscheidung war nicht einfach, stand dann aber doch fest.
Erste Erfahrungen
Abgesendet habe ich meine Bestellung werktags um ca. 20 Uhr. Am nächsten Morgen lag schon eine E-Mail mit den Zugangsdaten in meinem Postfach. Schneller geht es wohl kaum. Soweit ich das bisher beurteilen kann läuft das System flüssig und schnell. Supportanfragen wurden schnell und kompetent beantwortet.
Die benötigten Kernelmodule für Iptables ebenfalls kostenlos und innerhalb von 15 Minuten freigeschalten.
Bisher gibt es nur Positives zu berichten. Mehr wird später folgen.
Bild: Benedikt Deicke – PHOTOCASE