Ubuntu Dapper Drake – Testbericht
Mit Dapper Flight 7 bin ich vor 4 Tagen ganz auf Ubuntu 6.06 umgestiegen. Ein wenig Nervenkitzel war natürlich schon dabei, schließlich konnte man in allen Foren und Wikis lesen, dass Flight 7 auf keinen Fall auf “Produktivsystemen” eingesetzt werden sollte. In diesem Fall gilt wohl der Spruch “No Risk, No Fun!”, denn Ubuntu 6.06 (Dapper Drake) kann sich wirklich sehen lassen.
Installation
Neu bei Ubuntu 6.06 ist, dass es nicht mehr zwei verschieden CDs – Live-CD und Install-CD – gibt. Es gibt nur noch eine Live-CD, mit der Ubuntu direkt von CD und ohne Installation gestartet werden kann. Hat man von CD gebootet kann man dann direkt aus Ubuntu das System fest auf der Festplatte installieren. Das ist praktisch, da man nur noch eine CD herunterladen muss, und außerdem auch schönes für’s Auge, da es einen grafischen Installer gibt. Die Installation selbst funktioniert wie gewohnt ohne Probleme und hat bei mir ca. 30 Minuten gedauert.
Verbesserungen
Ich habe im Vorfeld schon über die Verbesserungen von Ubuntu 6.06 berichtet. Allerdings fallen einem beim täglichen Arbeiten unter Ubuntu 6.06 ganz andere Dinge positiv auf.
Gefreut hat mich, dass mit Firefox 1.5.0.3 endlich auch die aktuelle Firefox-Version in den Ubuntu Quellen enthalten ist. Kein umständliches nachinstallieren von Hand mehr. Firefox ist schon nach der Installtion startbereit.
Völlig überrascht hat mich, wie schnell Ubuntu 6.06 bootet. Auf meinem Laptop ist das System in 65 Sekunden voll einsatzfähig. Das ist ein echter Vorteil. Auch das Herunterfahren ist viel schneller und nimmt nur ca. 10 Sekunden in Anspruch. Da kann manch anderes Betriebssystem nicht mithalten.
Das Look&Feel ist auch genial gelungen. Das neue Theme, dass speziell für Ubuntu 6.06 entwickelt wurde sieht einfach spitze aus. Wer sich an so eine schicke Arbeitsumgebung gewöhnt hat, möchte nicht mehr tauschen.
Screenshots
Screenshot vom Desktop.

Screenshot vom Dateimanager.

Screenshot von Firefox.

Warum noch warten?
Lohnt es sich bis zum offiziellen Release von Ubuntu Dapper Drake zu warten? Ja und nein! Es ist richtig: Flight 7 ist nur eine Testversion. Daher gibt es am Tag so ca. 100 Updates. Der Support in verschiedenen Foren ist natürlich auch noch nicht ganz so gut, wie für 5.10. Wer jedoch das Gefühl haben möchte Erster zu sein, der kann sich auch trauen und mit Dapper Flight 7 einsteigen.
Achja: wer Flight 7 installiert hat bekommt automatisch auch dann Final-Release über die Updates auf sein System. Eine Neuinstallation ist nicht erforderlich.
Die Stabilität von Flight 7 lässt keine Wünsche offen. Bei mir gab es gar nichts, was nicht auf Anhieb funktioniert hätte bzw. irgendwie hängengebliben wäre.
Fazit
Ubuntu Dapper Drake kann voll überzeugen und wird immer mehr zu einer echten Windows-Alternative. Auch für Umsteiger empfehlenswert, die Bedienung ist mittlerweile fast ein Kinderspiel.
Moin!
Wobei ich urlustig finde, das Ubuntu auf Notebooks wesentlich weniger Sorgen macht als auf Desktops. :O) Zumindest bei mir. Irgendwie verkehrte Welt.
Das war aber auch schon unter Breezy so…
Mich würde deiner Hardware interessieren. Ich hab ein nagel neues Acer 1694WLMI mit Radeon x700 PCIe. Die 5.10 läuft nach Installation des ati eigenen treibers ganz gut. acpi ist jedoch nicht zu laufen zu bekommen. die einzige möglichkeit, umkompliziert acpi zum laufen zu bekommen, ist eine kanotix installation mit einfachem Austauch der DSDT.aml.
Ich würde aber gern wieder zu ubuntu zurückkehren.
Grüße aus Jena
Hi!
Ubuntu läuft bei mir auf einem Thinkpad R50e. Habe leider keinerlei Erfahrungen mit Acer-Notebooks.
Evtl. kann man dir bei ubuntuusers.de weiterhelfen.
Gruß, Andi
Ich finde des zum Installieren einfach unnütz, nen X-Server zu starten. kostet nur Zeit, sonst nix…
Hi Widdix,
habe auch ein Blog zum Flight7 mit Samsung R50 produziert (s.o.) und bin total überrascht, wie gut Dapper letztendlich geworden ist – nutze jetzt aber auch viel XUbuntu aus 6.06 erstellt (s. Blog), weil es oft fixer ist.
Was mich wundert, sind die vielen Leserzugriffe aus aller Welt, hatte in 1 Woche fast 300.
Ubuntu scheint doch langsam das Maß der Dinge zu werden…
Grüße von der Eider…